Umzug mit Ämtern – und entsprechender Förderung

Es gibt viele Gründe, die einen Wohnungsumzug zur Notwendigkeit machen. Dieser kann einem jedoch einiges abverlangen – nicht nur auf emotionaler und körperlicher Ebene, sondern auch, was den Geldbeutel betrifft. Insbesondere Menschen, die auf staatliche Unterstützung durch Sozialleistungen angewiesen sind, stellen die teilweise hohen Umzugskosten manchmal vor Probleme. Die Lösung: Ein Umzug mit Ämtern – und entsprechender Förderung.

Wissenswertes über einen Umzug mit Ämtern

Ein Umzug mit Ämtern bedeutet konkret: Unter gewissen Umständen besteht die Möglichkeit einer, zumindest teilweisen, Kostenübernahme durch den Staat. Abhängig von der Personengruppe sind unterschiedliche Träger zuständig.  Für behinderte, schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen ist der erste Ansprechpartner das Versorgungsamt. Wenn Leistungen im Rahmen von Arbeitslosgeld I oder II (Hartz IV) bezogen werden, sollten Sie sich für einen möglichen Zuschuss an die Bundesagentur für Arbeit und das zuständige Jobcenter wenden.

Teilweise erfolgt die Kostenübernahme beim Umzug mit Ämtern lediglich auf Basis eines Darlehens. Dies betrifft ebenso Kautionszahlen für Ihr neues Zuhause oder unverzichtbare Renovierungsarbeiten, die Sie selbst nicht tragen können. Inwieweit die Kosten, zum Beispiel für Umzugskartons oder den Möbeltransport übernommen werden, entscheiden die Ämter im Einzelfall. Menschen mit körperlichen Einschränkungen können gegebenenfalls auch Hilfe für den Ab- und Aufbau von Möbeln beantragen. Der Umzug muss natürlich immer ausreichend begründet sein.

Beispiele für eine mögliche Kostenübernahme

  • Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung an einem anderen Ort: Ist der tägliche Arbeitsweg länger als 2,5 Stunden, so gilt dieser als unzumutbar und ein Umzug als notwendig.
  • Mietkostensenkung durch eine künftig geringere Miete, die durch den Wohnungswechsel entstehen würde – sofern die bestehende Miete voll oder teilweise staatlich finanziert ist
  • Anstehender Familienzuwachs und der damit verbundene größere Platzbedarf
  • Auflösung eines gemeinsamen Haushalts, infolge einer Scheidung oder ähnlichem
  • Familienzusammenschließung, Heirat des Mieters
  • Kündigung der Wohnung durch den Vermieter
  • Medizinisch oder altersbedingt notwendiger Umzug
  • Große Mängel an der derzeitigen Unterkunft: Die Wohnung ist aus bestimmten, vom Mieter unverschuldeten Gründen, unbewohnbar – zum Beispiel aufgrund von Schimmelbefall
  • Bessere Betreuungsmöglichkeit durch einen Umzug für Senioren sowie für behinderte, schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen

Den Umzug mit Ämtern rechtzeitig planen

Sollte ein Umzug mit Ämtern für Sie infrage kommen, ist es wichtig, zunächst Ihre Ansprüche prüfen und genehmigen zu lassen. Erst dann macht es Sinn, Zeit und Mühen darauf verwenden, nach einem Umzugsunternehmen zu suchen und Angebote einzuholen. Zudem ist es ratsam, erst dann Verpflichtungen mit Dienstleistern einzugehen, wenn die Kostenübernahme in trockenen Tüchern ist.

In jedem Fall empfiehlt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Amt. Empfänger von finanziellen Hilfen zum Lebensunterhalt, dem Arbeitslosengeld II, sollten insbesondere frühzeitig bei ihrem zuständigen Jobcenter oder der Arbeitsagentur vorstellig werden. So kann eine entsprechende Beratung im Vorfeld erfolgen. Natürlich sind die Mitgliedsunternehmen der AMÖ erfahren beim Umzug mit Ämtern und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!