Recht: Hinweis auf Steuerschädlichkeit der Barzahlung nicht erforderlich

Umzugsunternehmern sind nicht verpflichtet ihre Kunden darauf hinzuweisen, dass bei einer Barzahlung der Leistung der Rechnungsbetrag steuerlich nicht abzugsfähig ist. Das hat das Amtsgericht Eisenhüttenstadt entschieden (Az. 5 C 65/20). Die Klägerin hatte den beklagten Umzugsunternehmer mit der Durchführung eines privaten Umzugs beauftragt und sich für Barzahlung der Leistung entschieden. Sie ging davon aus, dass der Rechnungsbetrag im Umfang von 20 Prozent steuerlich abzugsfähig sei und beantragte beim Finanzamt einen entsprechenden Steuerabzug. Aufgrund der erfolgten Barzahlung wurde dieser aber abgelehnt. Laut Gericht liege es in der Eigenverantwortung des Kunden, etwaige steuerliche Nachteile der Barzahlung in Erfahrung zu bringen und diese in seiner Entscheidung über die Zahlungsmethode zu berücksichtigen. Daher wurde ein Anspruch der Kundin auf Zahlung des Betrages, der ihr als Steuerabzug bei einer anderen Zahlungsweise zugestanden hätte, abgelehnt und die Klage vollumfänglich abgewiesen. Hinweise und Tipps zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Leistungen im Rahmen eines Umzugs finden Sie hier.

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